Überstunden berechnen – Überstundenzuschlag und Lohn ausrechnen
Berechne, was dir Überstunden brutto einbringen: Stundenlohn und Zuschlag eingeben, Stunden eintragen – der Rechner zeigt Grundlohn, Überstundenlohn und Gesamtbetrag mit Rechenweg.
Überstundenlohn = Überstunden × Stundenlohn × (1 + Zuschlag ÷ 100). Beispiel: 20 € pro Stunde, 40 reguläre Stunden und 5 Überstunden mit 25 % Zuschlag: 40 × 20 € = 800 € plus 5 × 25 € = 125 €, zusammen 925 € brutto für die Woche.
So nutzt du: Überstundenrechner
- Stundenlohn (brutto) eingeben und den Faktor wählen: ×1,25 für 25 % Zuschlag, ×1,5 für 50 %, ×2 für 100 % – oder einen eigenen Wert.
- Tab Stunden nach Art: reguläre Stunden, Überstunden und optional Stunden mit 100 % Zuschlag eintragen.
- Oder Tab Wochensumme: alle Stunden der Woche und deine vertragliche Wochenarbeitszeit eingeben. Was darüber liegt, wird als Überstunde berechnet.
Alle Beträge sind brutto. Steuern und Sozialabgaben werden nicht abgezogen.
Gibt es einen gesetzlichen Überstundenzuschlag?
| Land | Zuschlag | Arbeitszeitgrenzen |
|---|---|---|
| Deutschland | Kein gesetzlicher Anspruch; Zuschlag nur laut Arbeitsvertrag, Tarifvertrag oder Betriebsvereinbarung (oft 25 %) | 8 Stunden werktäglich, bis zu 10, wenn im Schnitt von 6 Monaten 8 Stunden nicht überschritten werden (Arbeitszeitgesetz) |
| Österreich | 50 % gesetzlich (Arbeitszeitgesetz), alternativ Zeitausgleich im Verhältnis 1 : 1,5 | Normalarbeitszeit 8 Stunden/Tag und 40 Stunden/Woche, höchstens 12 Stunden/Tag und 60 Stunden/Woche |
| Schweiz | 25 % (Obligationenrecht), sofern schriftlich nichts anderes vereinbart ist | Wöchentliche Höchstarbeitszeit 45 oder 50 Stunden je nach Branche (Arbeitsgesetz) |
In Deutschland gilt: Ob Überstunden überhaupt bezahlt werden, regelt der Vertrag. Fehlt eine Regelung, besteht in der Regel ein Anspruch auf die normale Vergütung, wenn die Überstunden angeordnet oder gebilligt waren und eine Vergütung den Umständen nach zu erwarten ist. Bei Führungskräften und hohen Gehältern kann eine Klausel „Überstunden sind mit dem Gehalt abgegolten“ wirksam sein. Tarifverträge sehen häufig 25 % für Mehrarbeit und höhere Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit vor.
Stundenlohn aus dem Monatsgehalt
Wer ein festes Monatsgehalt bekommt, rechnet zuerst den Stundenlohn aus: Monatsgehalt ÷ (Wochenstunden × 4,33). Bei 3.500 € und 40 Stunden: 3.500 ÷ 173,3 = 20,19 € pro Stunde. Mit 25 % Zuschlag ist eine Überstunde dann 25,24 € brutto wert.
Rechenbeispiel Österreich
Stundenlohn 18 €, 40 Normalstunden und 6 Überstunden mit 50 % Zuschlag: 40 × 18 € = 720 €, 6 × 27 € = 162 €, zusammen 882 €. Bei Zeitausgleich statt Bezahlung bekommst du für 6 Überstunden 9 Stunden frei.
Überstunden dokumentieren
Notiere Beginn, Ende und Pausen jedes Arbeitstags. Im Streitfall musst du in Deutschland grundsätzlich selbst darlegen, wann du Überstunden geleistet hast und dass sie angeordnet oder geduldet wurden. Arbeitgeber sind nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts verpflichtet, die Arbeitszeit zu erfassen. Achte auch auf Ausschlussfristen in Arbeits- und Tarifverträgen: Ansprüche verfallen dort oft schon nach drei bis sechs Monaten.
Passende Tools: Stundenlohnrechner, Stundenrechner und Prozentrechner.
Häufige Fragen
Wie berechne ich meine Überstunden?
Gearbeitete Stunden minus vertragliche Arbeitszeit. Bei 40 vereinbarten und 46 geleisteten Stunden sind es 6 Überstunden. Diese mal Stundenlohn mal Zuschlagsfaktor.
Wie hoch ist der Überstundenzuschlag in Deutschland?
Gesetzlich gibt es keinen. Der Zuschlag steht im Arbeits- oder Tarifvertrag; üblich sind 25 %, für Sonn- und Feiertage oft 50 bis 100 %.
Wie viele Überstunden sind erlaubt?
In Deutschland höchstens 10 Stunden Arbeit pro Werktag, sofern im Schnitt von 6 Monaten oder 24 Wochen 8 Stunden pro Werktag nicht überschritten werden. In Österreich gelten maximal 12 Stunden pro Tag und 60 pro Woche.
Was bedeutet Zeitausgleich 1 : 1,5?
Für jede Überstunde bekommst du 1,5 Stunden frei. Das entspricht dem österreichischen 50-%-Zuschlag in Freizeit statt in Geld.
Zeigt der Rechner den Nettobetrag?
Nein, alle Beträge sind brutto. Wie viel netto übrig bleibt, hängt von Steuerklasse, Sozialabgaben und Land ab.
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